Trotz umfangreicher Erfahrungen im Umgang mit explosionsfähigen Stäuben treten immer wieder Staubexplosionen in Industrieanlagen auf.
Bei konstruktiv optimaler Auslegung unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften und Richtlinien lassen sich jedoch Schäden weitestgehend verhindern.
Staubexplosionen können nur dann auftreten, wenn folgende Bedingungen zur selben Zeit und am selben Ort vorliegen:
- feinverteilter, brennbarer Staub
- Sauerstoff
- explosionsfähige Vermischung von Luft mit Staub innerhalb der Explosionsgrenzen
- Zündquelle
Durch entsprechende Vorkehrungen muß die Gefahr möglichst gering gehlaten werden. Nach den Explosionsschutz-Richtlinien kommen hierfür in Frage:
- vorbeugende Schutzmaßnahmen (Vermeidung von brennbaren Stoffen, Konzentrationsbegrenzung, Inertisierung, Vermeidung von Zündquellen)
- konstruktive Schutzmaßnahmen (Explosionsunterdrückung, druckfeste und druckstoßfeste Bauweise, Explosionsdruckentlastungen)
Vorbeugende Maßnahmen lassen sich oftmals aus produktionstechnischen Gegebenheiten nicht im ausreichenden Maße durchführen.
Filteranlagen der WALTER GmbH erfüllen je nach Erfordernis alle konstruktiven Maßnahmen des Explosionsschutzes ausgelegt nach den Richtlinien VDI 3673, 2263 und der ZH 1/32 wie zum Beispiel:
- druckstoßfeste Bauweise
- antistatische Filtermaterialien und Erdung sämtlicher gefährdeter Teile
- Explosionsdruckentlastungen über geprüfte Berstscheiben oder Wahlweise Klappen
- geprüfte, flammendurchschlagsichere Staubaustragsorgane
- spezielle Ausräumer in funkengeschützer Ausführung
- Vermeidung von Explosionsausbreitung über das Rohrleitungssystem mittels Schnellschlußschieber oder Druckentlastungsschlote
- Funkenerkennung und Löschung
- Systemanschlüsse zur Zugabe von Löschmitteln
Einsatzgebiete
- Nahrungsmittelindustrie
- Chemische Industrie
- Al-/Mg-Bearbeitung
- Holzindustrie
- Gummiindustrie
- Kunststoffindustrie
Explosion einer Filteranlage